Odette beschreibt einen Heilungsweg, der nicht mit einer klaren Erinnerung begann, sondern mit Körperreaktionen, Triggern und einem inneren Beobachter, der irgendwann fragte: „Fällt dir eigentlich auf …?“
Sie erzählt, wie sie erst in ihren 40ern wirklich verstand, dass etwas sehr Frühes passiert sein muss (sie war etwa 4 Jahre alt). In Teenager- und jungen Erwachsenenjahren reagierte sie bei Vergewaltigungsszenen im Film wie „hypnotisiert“, später häuften sich übergriffige Situationen. Sie beschreibt auch, wie sie – weil „Nein“ nicht verfügbar war – ihre Weiblichkeit „verreduzierte“, unauffälliger wurde und damit kurzfristig mehr Ruhe bekam.
Der Wendepunkt: sich selbst ernst nehmen, dem Körper glauben, auch ohne „Film im Kopf“. Entscheidend wurde für sie Nervensystemarbeit (Regulation statt Daueralarm): zu unterscheiden zwischen „ich bin irre“ und „mein System steht auf Mayday“, zu merken „ich muss da nicht bleiben“ und Wege zu finden, aus Freeze und Fawning (Unterwerfung/People-pleasing) wieder herauszukommen. Zentral: Wutkraft als gesunde Grenze, „Königinnenreich“ (eigener Raum) und das Üben von Stopp/Nein – bis die Haltung so klar ist, dass sie oft gar nicht mehr ausgesprochen werden muss.
Ihr Schlussimpuls: Stimme wiederfinden, Hilfe holen, und: Es gibt Wege raus.


















































