Interview mit Michael Reh

Das Tabu im Tabu - Jahrelanger Missbrauch durch eine Frau & die Heilungsreise!

Klartext, Gesellschaftskritik und Familiengericht könnten die drei Schlagwörter für dieses Interview sein!

Michael, Anfang sechzig, ein Aktivist gegen sexuellen Missbrauch und ein mutiger Mann, der nicht nur Einblicke in seinen jahrelangen Missbrauch durch die Tante gibt, sondern auch Tacheles über die Defizite der Gesellschaft und über die wichtigsten Eckpfeiler der Heilung spricht!

Außerdem reden wir darüber, ob und wie Betroffene für Gerechtigkeit innerhalb der Familie kämpfen können, wie du am besten mit Ablehnung umgehst, welche positive Kraft die Wut ist, was eine Täter -Opfer Umkehr ist und welch immense Bedeutung das Familiengericht haben kann!

Lass dich mitreißen in eine dir bekannte Welt, fühl dich verstanden und erhalte spürbaren Zuspruch!

Dieses Video ist hier nur vom 03.04.26 18:00 Uhr bis 04.04.26 18:00 Uhr zu sehen.

Mit dem Kongress-Paket kannst du alle Beiträge jederzeit anschauen!

Buch: Die 9 Gebote - Wie man Missbrauch überlebt!

Ein sehr empfehlenswertes Buch oder Hörbuch. Fühle dich verstanden und gehört.

Beschreibung: Du kannst nicht ändern, was passiert ist, aber du kannst ändern, wie du damit umgehst. Du darfst neue Wege gehen!

Was macht sexuelle Gewalt mit einem Menschen und seinem Umfeld? Diese Frage beantwortet Michael Reh, selbst Überlebender von jahrelangem sexuellem Missbrauch, in seinen neun Geboten. Der renommierte Fotograf und Autor beschreibt, wie Traumata entstehen, welche Prozesse den Betroffenen dabei helfen zu verdrängen, zu verarbeiten und zu überleben, sowie was Angehörige und Freunde tun können und welche Möglichkeiten ihnen selbst zur Verfügung stehen, um zu lernen, mit diesem letzten gesellschaftlichen Tabu umzugehen. In diesem persönlichen Leitfaden analysiert Reh nicht nur die komplexen psychologischen und gesellschaftliche Strukturen, die sexuellen Missbrauch ermöglichen, sondern lässt den Leser an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben und zeigt Wege auf, die aus der Isolation, Scham und Schande herausführen können. Offen, schonungslos, heilend, die wahre Katharsis.

> Zum Buch / Hörbuch

Feedbackbereich:

Feedback, Lob oder Kritik sind hier gleichermaßen willkommen, solange sie auf respektvolle Art geäußert werden!

12 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Vielen Dank, Michael, so klar, so konsequent, auch humorvoll, so wertschätzend!

    0
    Antworten
  • Claudia Morgenroth
    3. April 2026 22:29

    Was mir immer wieder auffällt, wer Verzweiflung kennt, hat auch immer so einen herzlichen Humor. Das finde ich so stark. Dieses herzliche Lachen und die Dinge nicht so ernst nehmen. Das ist das Gute daran.
    Ich habe das Interview schon mal beim ersten Kongress gehört, aber jetzt komme ich erst so richtig mit. Danke euch.

    0
    Antworten
    • Katharina Nawka
      4. April 2026 13:41

      Wie toll, liebe Claudia, dass du es ein zweites mal angesehen hast und nochmal andere Dinge wahrnehmen konntest 🩷

      0
      Antworten
  • Ich habe Sie zum ersten Male im Kinderschutzkongress anhören dürfen und ihre Geschichte hat mich tief berührt.
    Ich habe Ihr Buch gelesen und möchte meinen herzlichen Dank aussprechen, dass Sie all das Geschehene teilen und so vielen Menschen Mut machen. 🙏🙏🙏
    Carmen

    0
    Antworten
  • Ich bin dankbar für diesen Kongress. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich in Gedanken, Büchern und im Internet mit dem Thema Mißbrauch, Trauma und Traumafolgen. Ich bin Jahrgang 1944 und habe jahrzehntelang bei sogenannten Therapeuten und sogenannten Seelsorgern vergeblich den empathischen Zeugen gesucht. Stattdessen wurde ich meist von neuem retraumatisiert. Ich suche Unterstützung nicht mehr bei Experten oder Laien wie den Menschen bei der Telefonseelsorge, und durch solche Kongresse wie auch durch Videos von Traumatherapeuten und die Videos mit Epstein-Überlebenden ist es mir möglich, weil ich mich nicht mehr allein mit meinen Traumaerfahrungen und Traumafolgen und den Schuld- und Schamgefühlen fühle.

    0
    Antworten
    • Katharina Nawka
      4. April 2026 13:38

      Liebe Uta,
      es ist schlimm zu hören, dass du so oft vor den Kopf gestoßen wurdest und es ist unfassbar mutig zu lesen, dass du trotzdem weitermachst! Wow, ich ziehe meinen Hut vor dir!
      Für die Zukunft wünsche ich dir empathische Zeugen und Zuhörer, dass du dich gesehen und geliebt fühlst und immer an die richtigen Menschen gelangst, die wohlwollend mit dir sind.
      Herzlichst, Katharina

      0
      Antworten
  • Ich habe mir das Ebook auf Amazon gekauft und weiss jetzt nicht wie ich es auf mein Handy herunterladen kann, damit ich es hören kann wann ich will

    0
    Antworten
  • *Danke für diesen tollen Beitrag lieber Michael Reh.
    Ich bin 63 Jahre alt und habe vor zwei Jahren bei meinen Geschwistern mein Missbrauch öffentlich gemacht.
    Als ich 26 war, habe ich den Täter, mein Vater, mit dem Missbrauch an mir konfrontiert, ich hatte ihm einen Brief geschrieben und gedroht, wenn er meine Schwester, die damals elf war, anfasst und ihr das gleiche antut. Was er mir angetan hat, ich ihn Anzeigen würde und die Familie dadurch zerstöre.
    Ich bekam danach einen Anruf von meiner Mutter, die mich fragte, was das denn sollte, warum ich dem Papa das antun?
    Klare Schuldzuweisung in meine Richtung. Von da an habe ich nie wieder da drüber gesprochen und der emotionale Missbrauch an mir setzte sich stetig fort. Ich habe zwei Kinder, die niemals bei meinen Eltern schlafen durften, eine Tochter und einen Sohn. Meine Tochter hat in ihrer Ausbildung als ihr Erzieherin gemerkt, dass irgendwas mit mir nicht richtig läuft und mich so lange bedrängt, bis ich ihr gesagt hat, was mir passiert ist sie und ihr Lebensgefährte haben mich immer wieder dazu gedrängt, es doch bitte meinen Geschwistern zu sagen, solange mein Vater noch lebt. Aber ich hatte nicht den Mut dazu, weil ich viel zu viel Schuldgefühle hatte.
    Als sich der emotionale Missbrauch immer weiter zu zog und ich immer depressiver wurde, habe ich versucht mich aus meiner Herkunft zu Familie raus zu ziehen und ihnen gesagt, dass ich nicht mehr zu Familienfeiern komme. Daraufhin bekam ich ein bitterböse E-Mail von meinem Vater, dass ich die Familie zerstören würde, wieder klare Schuldzuweisung in meine Richtung.
    Meine Schwester war dann bei mir und fragte mich, was Sache ist, warum ich nicht mehr kommen will und Verstand es nicht, weil ich ihr nicht sagen konnte, worum sich es wirklich dreht. So viel Angst, so viel Scharm zu viel Schuldgefühle meinerseits.
    Meine Freundin aus der USA drängte mich dann die auch informiert, war es meiner Schwester zu sagen, aber mir fehlte die Kraft dazu. Ich bat dann, meinen Mann meiner Schwester, die Wahrheit zu sagen, und damit kam der Stein ins Rollen.
    Ich bin jetzt seit einem Jahr in Therapie.
    Meine Geschwister haben’s gut aufgefasst. Sie glauben mir auch. Mein Vater ist Anfang des Jahres verstorben, meine Geschwister haben nicht die Zeit genutzt, ihn daraufhin anzusprechen, weil er schon fast 90 Jahre war.
    Aber ich habe meiner Schwester gesagt, das war eure Entscheidung bei meinem Vater da nicht nachzufragen, ihr seid nicht in meinen Schuhen gelaufen. Ihr könnt nicht verstehen, was ich durchgemacht habt. Ihr kennt diese Situation nicht.
    Ich werde wohl mit Sicherheit noch mindestens ein Jahr Therapie brauchen, um die ganzen Sachen aufzuarbeiten und einigermaßen durchs Leben zu gehen. Ich habe mittlerweile einmal mit meiner Schwester darüber gesprochen und ihr auch klargemacht, dass ich sie geschützt habe vor einem weiteren Missbrauch in der Familie. Ich habe ihr auch aufgezeigt, wo mein Vater mich immer wieder emotional missbraucht hat. Sie bat mich darüber auch mit meinem jüngeren Bruder zu Sprechern, der zwei Jahre war als ich.
    Noch bin ich nicht soweit aber ich denke ich komme dahin.
    Ich habe vieles bekanntes, in dem Interview und Parallelen zu mir herausgehört.
    Ich danke allen dafür, die sich hier öffentlich äußern, dass sie den Mut dazu haben, Klartext zu reden. Das ist ganz wichtig.
    Mittlerweile wissen es schon einige Leute mehr in meinem Bekanntenkreis, meine besten Freundinnen, Wissen es gute Nachbarn, mit denen ich auch befreundet bin, wissen es auch, aber ich bin immer noch sehr zaghaft damit darüber zu sprechen, obwohl es mein gutes Recht ist, weil ich nicht schuld bin, sondern mein Vater schuld war.
    Danke für diese Plattform hier wo man sich öffentlich äußern kann. Danke für die vielen guten Beiträge. ich hoffe es wird mehr davon folgen und ich hoffe die Gesellschaft wird endlichwachgerüttelt.
    Ein Nachtrag noch, irgendwo entweder in Michaels Beitrag oder woanders kam, dass die Person aus einer total christlichen Familie kam.
    Auch ich komme aus einer erzkatholischen Familie und bin ganz streng katholisch erzogen worden war auch bis ich es öffentlich gemacht habe, meinen Missbrauch, in der katholischen Kirche tätig. Ich habe mich aber aus allen Ämtern herausgezogen und zwar aus dem einfachen Grund, weil meine Eltern mit einem pädophilen Pastor befreundet waren und ihn wirklich hoch gelobt haben. Ich denke mal, mein Vater hat sich bei ihm die Absolution für seine Sünden an mir geholt. Er hat seinen größten Teil seines Vermögens an die Kirche oder kirchliche Organisationen gespendet in Zeiten Seines Lebens. Ich denke mal, das er sich von seinen Sünden frei kaufen wollte. Auch das hat mich maßlos geärgert, dass man meint, wenn man einem anderen was antut, dass man durch die Kirche diese Sünde wieder vergeben bekommt. Ich kann ihn weder vergeben noch verzeihen und ich werde’s auch, glaube ich nie tun.
    Euch allen ein herzliches Dankeschön liebe Grüße Theresia Herzberg*

    0
    Antworten
    • Katharina Nawka
      17. Oktober 2024 10:13

      Liebe Theresia!
      Du mutige Seele!
      Danke, dass du dich hier ausführlich mitteilst und die Kommentarfunktion dafür nutzt!
      Deine Erlebnisse sind bewegend und ich bin so froh, dass du es, mithilfe deines Mannes, geschafft hast, das Schweigen zu brechen. Das ist so, so wichtig und heilsam.
      Weißt du, ich glaube nicht, dass jeder Mensch von uns hören muss wir wurden missbraucht. Ist es nicht viel wichtiger, dass es die Menschen wissen, die uns wichtig sind und nahe stehen?
      Danke nochmal für dein hier Sein und dass du in Therapie bist und dir Hilfe suchst. Du machst damit eine sehr wichtige Arbeit!
      Von Herzen, Katharina

      0
      Antworten
  • Doro Homburg
    16. Oktober 2024 7:42

    Ein absolut geniales Interview!! Einen betroffenen Mann zu hören, war für mich sehr, sehr hilfreich. Frauenstimmen habe ich schon reichlich gehört und sie sind ausnahmslos wichtig,keine Frage, doch die Männer sollten sich auch endlich trauen… Ich konnte so viel Verbundenheit mit Michael spüren, dass ich sehr positiv aufgeregt war beim Hören seiner Geschichte und seiner vielfältigen Erfahrungen! Ich kann es kaum erwarten, gleich zur Buchhandlung zu gehen und sein Buch zu kaufen! Danke, lieber Michael, für deinen unglaublichen Einsatz! Ich wünsche dir weiter alle Kraft, um Menschen so in Resonanz bringen zu können, wie du das bei mir gemacht hast . Danke!

    0
    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Das Veröffentlichen deines Kommentars kann manchmal einige Sekunden dauern. Warte einfach einen Moment ab, nachdem du den Kommentar abgeschickt hast.

Unterstützungsmöglichkeiten:

Wenn du möchtest, kannst du den Kongress und meine damit verbundene Arbeit gegen Missbrauch unterstützen:

Unterstütze diesen Kongress und die wichtige Aufklärungsarbeit gegen Missbrauch mit einer Spende!

ODER
Sichere dir das Kongress-Paket!

36 Interviews mit den Experten

16 Bonus-Interviews mit Betroffenen

Dauerhaft Zugriff

Unterstützte gleichzeitig wichtige Aufklärungsarbeit

Wertvolle Zusatzinhalte & Geschenke

Frei wählbarer Preis:  49€  |  89€  |  129€

Wichtige Hinweise:

Triggerwarnung:

Die Inhalte dieses Online-Kongresses behandeln das Thema Missbrauch/Gewalt und können emotional belastend sein. Bitte achte auf dich: Pausiere jederzeit, überspringe Inhalte, und sorge bei Bedarf für Unterstützung (z.B. eine vertraute Person).

Keine Therapie / keine individuelle Beratung

Die bereitgestellten Videos, Interviews und Materialien dienen ausschließlich der Information und Aufklärung. Sie stellen keine medizinische, psychotherapeutische oder sonstige Beratung im Einzelfall dar und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung durch Ärztinnen oder Psychotherapeutinnen. Durch die Nutzung der Inhalte kommt kein Behandlungs-, Beratungs- oder therapeutisches Verhältnis zwischen dir und den Interviewpartnerinnen oder der Veranstalterin zustande.

Hinweis zu Betroffenenberichten

Einige Beiträge enthalten persönliche Erfahrungsberichte. Diese sind subjektiv und können von anderen Erlebnissen abweichen. Bitte beachte, dass individuelle Reaktionen auf Inhalte sehr unterschiedlich sein können.

Krisen- und Notfallhilfe

Wenn du dich akut gefährdet fühlst oder in einer Krise bist:

In akuter Gefahr oder bei Suizidgedanken: Notruf 112 oder Polizei 110.

TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 (anonym, kostenfrei)

Elterntelefon: 0800 111 0 550 (anonym, kostenfrei, für dich als Elternteil)

Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“: 0800 22 555 30 (anonym, kostenfrei)

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 116 016 (anonym, kostenfrei)

Haftung

Ich erstelle die Inhalte mit größtmöglicher Sorgfalt. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird jedoch nicht übernommen. Die Nutzung der Inhalte erfolgt in eigener Verantwortung. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen; unberührt bleibt die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

Jugendschutz

Dieses Angebot richtet sich an Personen ab 18 Jahren. Minderjährige sollten die Inhalte nur mit geeigneter Begleitung bzw. nicht nutzen.