Im Gespräch mit Mai Nguyen sprechen wir über die stille Frage, die viele nach Missbrauch begleitet: Bin ich „für immer“ beziehungsunfähig – oder hat mein Nervensystem einfach sehr gute Gründe, auf Nähe so zu reagieren, wie es reagiert? Wir tauchen ein in Vertrauen, Scham, Intimität und Sexualität – ohne Voyeurismus, dafür mit klaren Bildern und viel Menschlichkeit. Mai erklärt, warum „zu viel Gutes“ sich bedrohlich anfühlen kann, wie sich Bindung trotz Sehnsucht leer anfühlt, und warum es Wege gibt, Nähe wieder trainierbar zu machen – Schritt für Schritt. Am Ende geht es auch um Partner*innen und Angehörige: was wirklich hilft, wenn man liebt, aber nicht immer versteht.
Im Interview besprochen:
Buch Band 1 „The way I used to be“ auf deutsch –> >KLICK*
Buch Band 2 „The way I am now“ auf deutsch (Lese ich gerade. Auch sooo gut!) –> >KLICK*
OMG YES Plattform –> >KLICK
Die mit * markierten Links sind Affiliatelinks, sofern du die Cookies akzeptierst. Ich bekomme eine kleine Provision ab, ohne, dass dir Mehrkosten entstehen!

Was sind die SQS Übungen?


















































13 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Das war so berührend bei der Beschreibung wie in einer tollen Beziehung es eigentlich sein soll zu sehen was mir in meiner Kindheit fehlte und dass ich damit nicht allein bin.
Liebe Silke,
das freut mich sehr! Du bist nicht allein! 💕
Hallo Katharina,
hier eine Frage für den Workshop: Was ist, wenn es zwar ein paar Hinweise (große emotionale Verwirrung bei den ersten Kontakten zu potentiellen Partnern in der Jugend, allgemeine Scham beim Thema Sexualität, wenig Interesse und ungute Gefühle allein schon beim Thema, Unterlegenheitsgefühle – ‚klein‘ fühlen) für einen möglichen sexuellen Missbrauch gibt, ich aber keine Erinnerung daran habe, also nicht sicher bin, ob einer stattgefunden hat?
Liebe Grüße, Brigi
Liebe Brigitte,
danke für deine offene Frage. Du bist im Workshop genau richtig, denn in der Traumaheilung geht es nicht um konkrete Erinnerungen, sonder um das, was in dir auch unbewusst gespeichert ist. Mit dem zu arbeiten, was du fühlst, ist wesentlich (er als über das Bewusstsein zu gehen).
Ich hoffe, das hilft dir weiter und freue mich auf dich, falls du magst 💖
Herzlichst, Katharina
Vielen lieben Dank für deine Antwort und die Hinweise! Ich weiß noch nicht, ob ich beim Webinar live dabei sein kann, werde mir aber auf jeden Fall die Aufzeichnung ansehen.
Liebe Grüße, Brigi
Ja, supi 🙂
Liebe Katharina!
Ich danke Dir herzlich, dass Du in diesem Interview mit Mai Nguyen das heiße Eisen Trauma und Sexualität aufgreifst. Danke für Deine Fragen und die wertvollen Antworten.
Deine ganz persönliche Frage, warum es diese Scham gibt, hat mich bewegt und ich möchte aus meiner eigenen Erfahrung und der mit meinen Klienten etwas ergänzen. Diese Scham hat zusätzlich zu dem Gesagten noch einen weiteren Grund. Das ist die Befürchtung, wenn wir eigene Lust erleben, gar genießen, dann geben wir dem Übergriff eine gewisse Legitimation. „Du hast es doch gewollt“.
Daher kommt die Scham. Lust ist das Gefährlichste, das wir in uns tragen. Sie macht verletzlich.
Daraus leite ich auch ab, warum Betroffene z.B. in BDSM Spielen oder Gewaltphantasien die passive Rolle einnehmen. Sie können die Verantwortung zum „Aggressor“ geben. Können Lust erleben in dem Schein, dazu gezwungen zu werden. Das ist sicherer, als Lust selbst verantworten zu müssen.
Mir ist es wichtig, diese Ergänzung zu diesem tollen Interview dazu zu geben.
Ich arbeite an diesen Themen mit einem Projekt „Trauma und die Liebe“ und berate dabei Partner von betroffenen Frauen in Fragen zu Partnerschaft und Sexualität.
Von Herzen Grüße und tausend Dank für den Gegen-Missbrauch-Kongress.
Johanna
Hallo liebe Johanna,
was du schreibst, geht absolut in Resonanz mit mir! Vielen herzlichen Dank!
Und während der Kopf weiß, dass die Übergriffe niemals legitimiert werden dürfen, schreit der Körper um Hilfe, aufgrunde der Scham und Schuld Thematik. Deshalb: Eine super Ergänzung. Danke! 💖
ein tip zur flugangst: MET , also meridian-energie-technik, nach Reiner Franke. auf youtube gibts beispiele, wie man ängste „beklopfen“ kann.
haltung zur sexualität. eine freundin von mir erlebte als junge frau zwei vergewaltigungen. sie konnte dann aber ihre sexualität gesund leben, da sie die haltung hatte: ich lasse mir von den idioten nicht meine sexualität kaputtmachen.- danke für ein kompetentes gespräch. Mai ist klasse.
So spannend, dass du MET in den Raum bringst. Dazu durfte ich Rainer für diesen Kongress interviewen. Es kommt bald online 🙂
Ja, das ist ein sehr guter Glaubenssatz. Nur darf der auch in den Körper und das Gefühl integriert werden und das ist nicht immer so schnell möglich. Und „schnell“ darf da ganz individuell definiert werden. Ich mag den Ansatz, dass kleine Schritte und konstant gute neue Erfahrungen heilsam sind. So erlebe ich es immer wieder, egal ob im Sexualitätskontext oder in anderen Bereichen meines Lebens💖
Herzliche Grüße, Katharina
Hallo Katharina,
dieser Beitrag von Mai hat mir sehr gut gefallen. 🥰
Hierzu ist mir während des Interviews dieses Lied in den Kopf gekommen.
Das möchte ich gerne mit den Menschen die ihren Körper noch nicht so toll finden teilen.
https://open.spotify.com/track/7vbni9HoJ2Pu0bboP38l8l?si=oOtohHndRHC8VD_IDm2NTw
Lied: Hey Körper – Ute Ullrich
Lieben Dank das du solche Interviews anbietest, es ist für mich eine Bereicherung und ich habe andere, neue Erkenntnisse mit auf meinen Weg „zu mir“ mitgenommen. 🥰💖🌷
Eine gute Zeit und einen schönen Tag dir.
Liebe Grüße
Melanie
Danke Melanie für das Lied.
Das freut mich sehr, liebe Melanie! Schön, dass du da bist 💖