Interview mit Lisa Milch

Kindliche Sexualität verstehen: Was ist normal – und wann sollten Erwachsene aufmerksam werden?

Im Gespräch mit Lisa Milch sprechen wir über frühkindliche Sexualität, über kindliche Neugier, Körpergrenzen und darüber, wie Erwachsene Kinder stärken können, ohne sie zu beschämen. Es geht um den Unterschied zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität, um frühe Warnzeichen für Grenzverletzungen und um die große Unsicherheit vieler Eltern, die selbst Missbrauch erlebt haben. Das Interview ist besonders wertvoll, weil es aufklärt, beruhigt und zeigt, dass Prävention nicht bei Verboten beginnt, sondern bei Sprache, Haltung und einem achtsamen Blick auf Kinder.

Dieses Video ist hier nur vom 08.04.26 18:00 Uhr bis 09.04.26 18:00 Uhr zu sehen.

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Lisa Milch, Studienabschluss in “Frühe Kindheit" & Familienbegleiterin

Ich bin Lisa Milch. Familienberaterin, Expertin Frühe Kindheit, freie Dozentin und Mama.

Eine seelische, körperliche und psychische Intergrität von Kindern liegt mir besonders am Herzen, sodass ich Eltern und Fachpersonen begleite Kinder ohne Strafen zu erziehen und sie gleichwürdig zu behandeln.

Das Thema der kindliche Sexualität sowie Prävention vor (sexueller) Gewalt sind sehr essentielle Bausteine in meiner Arbeit.

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Mal so in den Raum gestellt:
    …ist nur die Frage, wenn es Schamlippen gibt, warum gibt es dann keinen Schamstengel und keine Schambeutel…
    Bis heute habe ich keine einleuchtende Antwort gefunden…
    Liebe Grüße

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    • Katharina Nawka
      9. April 2026 21:36

      Ja, das sind interessante Gedankengänge… auf die ich leider keine eindeutige Antwort habe. Liebe Grüße!

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  • Ich finde es grundsätzlich gut, kritisch zu sein und speziell Kindergärten und Schulen gehören insgesamt dringend geändert.
    Gleichzeitig nervt es mich etwas, jemanden quasi unter Generalverdacht zu stellen. Nicht hier, sondern in den verschiedenen Netzwerken.
    Ich bin selber Erzieherin und als Springerin bei einem kirchlichen Träger angestellt.
    Ich werde immer wieder von Freunden und Bekannten gefragt, die Berichte über die Frühsexualisierung in Kindergärten gelesen haben. Doch bei meiner Reise durch die verschiedenen (kirchlichen) Kindergärten ist mir noch nie Sexualerziehung, Frühsexualisierung, etc. begegnet und nie ein Bestreben, das einzuführen, im Gegenteil. Ich bin meist länger vor Ort und hätte das sehr wohl mitbekommen.
    Und: wäre es irgendwie anders gewesen, wären sofort die Familien mit muslimischem Hintergrund auf der Matte gestanden und zwar vehement.
    Ich finde es wie gesagt super wichtig, wach dafür zu sein und sich massiv zu wehren, falls nötig und die Kinder zu schützen. Ich mag nur ein wenig geraderücken, dass es immer noch viele „ganz normale“ Kindergärten gibt.
    (Inwieweit die mit ihren Rahmenbedingungen förderlich sind für eine kindliche Entwicklung, ist für mich nochmal eine andere Geschichte)

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  • Meine Erfahrungen mit Kitas und Schulen sind leider nur negativ. Die Kitas richten diese „Selbsterfahrungsräume“ ein, weil es die neue Agenda ist, Kinder aktiv(!)anzuleiten und zu animieren, was schon übergriffig ist und bereits zu einigen Übergriffen geführt hat.
    Und dann heißt es lapidar, das Kind hätte etwas missverstanden.
    Dem betreffenden Kind wird nicht nur nicht geglaubt, es wird ihm sogar eingeredet, dass das ja gar nicht so, sondern ganz harmlos war.
    So wird ihnen ihre Wahrnehmung direkt abtrainiert und der Grundstein für weitere Grenzüberschreitungen gelegt.
    Außerdem sind es oft eben nicht die vertrauten „Erzieher“ oder Lehrer, die die Kinder „anleiten“ (allein bei der Vorstellung platzt mir die Hutschnur)sondern externe Leute, die die vertrauten Bezugspersonen ausschließen, um alleine mit den Kindern zu sein.Oft wissen die Lehrer nicht einmal, was den Kindern gezeigt und beigebracht wird. Und wenn sich dann auch noch wildfremde Leute zum „original play“ einfinden dürfen,um sich mit Erlaubnis der Einrichtungen an den Kindern zu vergreifen, und anschließend heißt es dann „ woher hätten wir das wissen sollen“, bekomme ich eine wahnsinnige Wut auf die Eltern, die ihre Kinder dem ausliefern, auf die Einrichtungen, die dieser Agenda folgen und alle, die das propagieren.

    Ich persönlich halte das für Frühsexualisierung, bei der Kinder zu Tätern und Opfern gemacht werden.
    Sie werden eben nicht geschützt, sondern bekommen erzählt, dass das alles normal ist, dass jeder das so macht, etc…
    Kinder in der Schule werden genötigt, sexuelle Praktiken zu erklären, 76 „Geschlechter“ auswendig zu lernen, sexuelle Orientierungen kennenzulernen etc…Mein Patenkind sollte als Hausaufgabe einen Brief schreiben, indem sie sich als transgender outet! Das ist absolut falsch!!! und diese Hausaufgabe hat sie mit unserer Unterstützung verweigert.
    Den Kindern wird eine Ideologie eingetrichtert, die nur zum Ziel hat, sie in ihrer Identität und Selbstwahrnehmung so zu verunsichern, dass ihnen alles eingeredet werden kann.Sie stumpfen ab, um sich zu schützen.
    Außerdem kenne ich die neuen Lehrbücher für die ErzieherAusbildung. Was da zu dem Thema steht, lässt mir die Nackenhaare zu Berge stehen.
    Seit Jahren wird daran gearbeitet, Pädophilie zu legalisieren – und die argumentieren genauso: Kinder sind sexuelle Wesen, die den Sex auch mit Erwachsenen genießen,(schließlich nuckeln und saugen sie mit Lust an der Brust der Mutter und das täten sie auch freiwillig an einem Penis, wenn man sie nur dazu anleite🤬) und nur die Gesellschaft sagt ihnen später,dass es falsch und verboten sei. Und erst dadurch würden sie traumatisiert.

    Nein, ich halte absolut gar nichts davon, Kinder in Einrichtungen zu sexualisieren.
    Ich bin Montessori Pädagogin mit Herz und Seele und darf Kinder ein paar Jahre ihres Lebens begleiten, für viele bleibe ich eine Vertraute, bis ins Erwachsenalter. Und noch NIE habe ich erlebt, dass sich kleine Kinder in einer geschützten Umgebung gegenseitig ausziehen und an ihren Genitalien herumspielen. Und dann dieses Wort „Doktorspiele“ : welcher Arzt untersucht ein Kind auf diese Weise??? Dieser Arzt bekäme sofort eine Anzeige und hoffentlich die Approbation entzogen!!!
    Wenn die Kiddies Arzt spielen, dann werden die Puppen und Stofftiere abgehört, die Augen und Ohren untersucht, vielleicht mal der Bauch gedrückt, wenn die Puppe Bauchschmerzen hat. Es wird auch mal ein Verband angelegt oder ein Pflaster geklebt, ein Bienenstich versorgt…
    Dass sie neugierig sind, Fragen haben und auch mal beim Wickeln der Kleinsten erzählen, dass sie aber anders aussehen,als dieses Kind – ja, natürlich! Und das ist völlig normal. Und dann reden wir gemeinsam darüber, und zwar kindgerecht! Aber: immer ist dabei auch Thema, dass ihr Körper nur ihnen gehört, dass sie allein darüber bestimmen, dass Nein! wirklich Nein bedeutet – und das lernen die Kinder im Alltag nicht nur auf den Körper bezogen: Nein! heißt Nein!
    Und je nach Alter lernen sie den Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen, dass sie mir immer alles erzählen dürfen etc.

    Und die Eltern wissen entweder gar nicht mehr, was in den jeweiligen Einrichtungen ihren Kindern eingetrichtert wird, oder sie finden das alles „gar nicht so schlimm“, weil sie sich selbst nicht damit auseinandersetzen. Außerdem stehe es ja auf dem Stundenplan , bekomme ich Schulter zuckend zur Antwort.

    Mag sein, dass ich sensibler auf die Sexualisierung von Kindern reagiere, weil ich massive Gewalt überlebt habe.
    Aber gerade in der heutigen Zeit halte ich absolut gar nichts davon, Kinder zu sexualisieren.

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    • Katharina Nawka
      22. Oktober 2024 9:39

      Danke dir für deine ausführliche Stellungnahme!
      Ich persönlich habe keinen eigenen Einblick in die Arbeit von Kindergärten und Schulen, weil meine Kinder ohne diese Einrichtungen aufwachsen.
      Gleichzeitig kann ich mich deiner Meinung in den meisten Punkten einfach nur anschließen!
      Ich hoffe, Lisa hat in dem Interview mehr als deutlich gemacht, dass Kinder/Menschen bis zu einem bestimmten Alter KEINE sexuelle Energie haben, wie wir sie als Erwachsene kennen.
      Ich persönlich halte überhaupt gar nichts von diesen Räumen in Einrichtungen und finde das Verhalten und Verhältnis zu Kindern und Uhren Bedürfnissen, sowie Grenzen, in unserer Gesellschaft, mehr als fragwürdig.
      Traumata werden über verschiedene Kanäle weitergegeben und wenn ich lese, was Kinder in deinem Umfeld lernen und tun müssen, bin ich nicht nur erschrocken, sondern auch wütend!

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      • Uli Eberhard
        8. April 2026 20:47

        Danke für die Kommentare. Ich finde es sehr wichtig , dass man eine kindliche sexuelle Entwicklung trennt von erwachsener Sexualität. Es gibt sehr gute Bücher dazu. In der Kita sollte es um eine präventive und offene pädagogische Haltung und einen reflektierten und bewussten Umgang mit dem Thema gehen. Darum ist es gesetzliches verankert, dass Kitas ein Schutzkonzept erarbeiten müssen. Über Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen, sollten für Kinder immer wieder Lernräume geschaffen werden. Kinder sind oft einen kompletten Arbeitstag in der Kita. Wo sollen sie diese Themen sich „erarbeiten“, wenn nicht in der Peergruppe.? Gebt euren Kindern Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Worte. Macht sie stark. Das ist ihr bester Schutz.
        In den Kitas ist es aus genannten Gründen wichtig, dass Kinder Rückzugmöglichkeiten haben. Welcher Erwachsene möchte 8 Stunden in einem Raum sein mit ca 20 anderen Kollegen:innen? In der UN – Kinderrechtskonvention findet sich ein umfassendes Regelwerk . Ich bin seit 48 Jahren in der Pädagogik tätig und erlebe viel Gutes, aber auch viele Herausforderungen. Schlagen ist in Deutschland erst seit 2000 rechtl. verboten. Die nordischen Länder waren da 50 Jahre früher…. Danke, dass ihr immer wieder darauf hingewiesen habt, dass die Erwachsenen sich reflektieren sollten.

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