Interview mit Johanna Hauck

Wenn Verbindung sich unsicher anfühlt, obwohl du dich danach sehnst: Emotionalen Missbrauch verstehen

Im Gespräch mit Johanna Hauck sprechen wir über emotionalen Missbrauch, der oft nicht „dramatisch“ aussieht – und gerade deshalb so schwer zu erkennen ist. Johanna erklärt, woran man den feinen Unterschied zwischen Verbindung und Kontrolle spüren kann, wie Bindungs- und Entwicklungstraumata entstehen und warum sich das im Erwachsenenleben häufig als Stress in Beziehungen, „funktionierendes“ Erstarren oder ein tiefes Misstrauen gegen die eigene Wahrnehmung zeigt. Es geht um Wut, Schuld und Scham – aber vor allem um einen Weg zurück zu mehr innerer Sicherheit: kleine, machbare Schritte, die neue Erfahrungen möglich machen.

Dieses Video ist hier nur vom 07.04.26 18:00 Uhr bis 08.04.26 18:00 Uhr zu sehen.

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Johanna Hauck, Traumaintegrative Prozessbegleiterin, Kongress-Veranstalterin

Johanna Hauck begleitet Menschen mit Einfühlungsvermögen und Klarheit dabei, wieder in echte Verbindung zu treten – mit sich selbst und mit anderen. In einem geschützten und achtsamen Raum lädt sie dazu ein, alte Bindungsmuster und schambesetzte Anteile behutsam zu erforschen und in neue Erfahrungen zu verwandeln. Für Johanna ist die Fähigkeit zu Kontakt und Bindung der Schlüssel zu erfüllten Beziehungen, zu heilsamer Nähe und zu einer lebendigen, freien Verbindung mit dem eigenen inneren Wesenskern.

Als Feldenkrais®-Pädagogin und erfahrene Prozessbegleiterin verbindet sie körperorientierte Arbeit mit Methoden wie Ehrliches Mitteilen, NARM™ und SEI®, um Menschen auf ihrem Weg zu mehr Bewusstheit und innerer Freiheit zu unterstützen. In Einzelbegleitungen und Gruppenformaten lädt sie dazu ein, sich selbst und anderen auf einer tieferen Ebene zu begegnen.

Neben Workshops und Retreats – online und vor Ort – gestaltet Johanna gemeinsam mit ihrem Partner Sascha Pahl inspirierende Online-Kongresse, die Räume für Wachstum, Verbindung und Lebendigkeit öffnen.

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10 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ein sehr einfühlsames und deutliches Interview zum Thema emotionaler Missbrauch. Bitte Johanna dieses Thema immer wieder und weiter in die Welt bringen! Auf deine Art ist sehr verständlich. Danke

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  • Liebe Johanna, danke für dein einfühlsames Interview. Ich bin wie Maria 64 Jahre und arbeite schon genau so lange daran, mich zu finden. Ein Leben in Extremen. Dein Ausdruck des functional freeze nehme ich mit , denn das trifft auf mich zu 100 % zu. Dadurch wirkt man selbstbewusst und autonom – ein großartigrs Theaterstück. Leider gekoppelt an Beziehungsverlust. Denn am Ende fehlt das Vertrauen. der Hinweis auf die kleinen Schritte tat mir gut . Lustiger Weise trage ich schon 5 Jahrzehnte in mir: irgendwie muss es funktionieren 😜🙃🤣. Danke, ich nehme viele Inspirationen mit.

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  • Christiane
    8. April 2026 9:10

    Ein schönes Interview. Ich habe bereits an ein paar Workshops mit Johanna teilgenommen – echt bereichernd und empfehlenswert.

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  • Danke für das Interview.

    Vernachlässigung entsteht auch durch Resonanzlosigkeit. Ziemlich schlimme Vernachlässigung.

    Schade, dass Ihr nicht über das Bindungs-Entwicklungstrauma mit der Folge: Angst vor Beziehung, Flucht in Autonomie gesprochen habt. Man merkt, dass Ihr beide in Beziehung seid.
    Ich bin den größten Teil meines Erwachsenenlebens – bin jetzt 64 Jahre alt – alleine, weil ich mich zu leicht verliere bei zu viel Nâhe.

    Deswegen tut mir das Interview auch weh.

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    • Katharina Nawka
      8. April 2026 12:53

      Liebe Maria,
      darüber spreche ich im Workshop mit Mai kommende Woche. Vielleicht hast du Lust, dabei zu sein?
      Liebe Grüße, Katharina

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      • Danke für die Info.
        Für den Workshop muss ich sicherlich das Kongresspaket kaufen, nicht wahr? Oder kann ich da auch anders hineinkommen? Wann findet er statt?
        Ihr beide habt viel in mir ausgelöst und dafür danke ich euch:
        Immer in mir die Frage: Wie schafft ihr anderen Betroffenen es nur, Euch auf Beziehung einzulassen. Der Schmerz, nicht neben einem anderen Menschen schlafen zu können, weil mein Nervensystem so auf Hab-acht steht. Dieses Wegsein von mir, wenn es zu viel Nähe gibt. Das ewige Misstrauen, wenn es um Liebe geht. Das Dissoziieren oder mindestens Kontrollieren beim Sex. Das Gefühl, ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nein sagen zu dürfen, nicht zu können wegen Erstarrung.
        Meine Konsequenz: Ohne Beziehung ist es sicherer. Und der Schmerz, dass ich nicht anders kann. Zum Glück habe ich so einigermaßen die Scham darüber überwunden.
        Ja, das musste ich jetzt einfach mal schreiben, während die Tränen strömen.
        Danke euch.

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        • Katharina Nawka
          8. April 2026 20:55

          Liebe Maria,
          lass sie laufen, die Tränen. Es ist so gut, dass es raus kommt und du dich mitteilen kannst.
          Ich habe Mai nun gefragt, in wie weit wir im Workshop auf das von dir Beschriebene eingehen können. Sobald ich eine Antwort habe, melde ich mich wieder. Der Workshop ist unabhängig vom Kongresspaket.
          Bis dann, fühl dich gesehen <3 Katharina

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