Vom Vater geschlagen, unter Druck gesetzt und emotional missbraucht, wächst Denise in einer Familie auf, bei der die Rollenverteilung von Mutter und Tochter ungesunde Spuren hinterlässt.
Mit einem Vater, der narzisstische Züge hat und der auch in Gegenwart der Kinder nicht zögert, seine Frau zu misshandeln, erfährt Denise was es bedeutet, das Trostpflaster ihrer eigenen Mutter zu werden.
Als Kind in der Gewaltspirale gefangen und schutzlos den Attacken des Vaters ausgeliefert, flüchtet die 13-jährige eines Tages aus dem Elternhaus und rebelliert so gegen das Geschehene.
Als junge Erwachsene setzt sich das Muster der „Tröstenden“ weiter fort, bis der große Knall, der Selbstmord des Vaters ihrer Tochter, eine neue Ära der Entwicklung einläutet.
Denise beginnt ihren Weg aus der Toxizität ihrer Beziehungen und nähert sich Stück für Stück ihrer eigenen Persönlichkeit. Was dabei alles passiert und welche Konsequenzen Denise aus der Geschichte mit ihrer Ursprungsfamilie zieht, erfährst du im Interview – Spannend, mitreißend und emotional bis ins Mark!




















































25 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Oh, meine Güte…
als Denise von ihrem Vater sprach und, dass sie als Erwachsene die Polizei gerufen hat, habe ich den Atem angehalten.
Gut, dass die Polizei gekommen ist, die Mutter sich endlich getrennt hat und Denis klare Grenzen gesetzt hat 👍👍… und mal wieder war es das Kind, welches die Mutter gerettet hat, obwohl es umgekehrt sein sollte. Kein Kind sollte so einen Vater, so einen Elternteil aushalten müssen.
Als ich meinem Vater mit der Polizei und dem Knast drohte, sagte meine Mutter:
„Dann bist Du schuld, wenn wir verhungern und auf der Straße verkommen!“
Welche Jugendliche, welches Kind will das?
Die Männer in meiner Familie waren überwiegend narzistisch und sogar sardistisch.
Einer meiner Cousins hat sich mit 50 selbst getötet, da er wohl die Erinnerungen und die damit verbundene Sucht nicht mehr ertragen konnte. Auf der einen oder anderen Familienfeier, hat mein Onkel auf meinen Cousin (seinen Sohn) vor allen eingeschlagen und eingetreten. Ich konnte das diabolische Grinsen im Gesicht meines Onkels sehen. Er hat uns alle Kinder gequält. Niemand ist eingeschritten. Ich war erstarrt und nicht mehr ansprechbar. Auch das war uninteressant. Es wurde gegessen, getrunken und gelacht. Ein ganz normaler Tag.
Wenn ich das heute schreibe kann ich es kaum glauben.
Mit welch schrecklichen Menschen mussten wir aufwachsen…
An dieser Stelle versende ich an alle die dicksten Heilungspakete.
Auf das wir ganz und heil und gesund werden und bleiben.
Ich bekomme Pusteln, wenn ich deine Worte lese. Widerlich! Einfach widerlich! Und so bitte, dass niemand eingeschritten ist.
Leider gibt es einen solchen „Fall“ in meiner Familie auch. Das Mädchen wurde bei jeder Feier vor versammelter Mannschaft auf den nackten Po verdroschen (wegen Kleinigkeiten. Sie hätte sich auf den Kopf stellen können. Es gab kein „richtiges Verhalten“ in dieser Familie) und alle haben weiter Kaffee getrunken. Als kleines Mädchen habe ich das alles nicht verstanden. Sie hat schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Heute ist sie über 30 und hat eine neue Identität angenommen. Der Schmerz muss so groß sein, dass sie ihr angeborenes Ich nicht erträgt.
Es tut mir leid, dass du das erleben musstest, liebe Andréa
Ich freue mich, dass Du als Erwachsene im Moment der Gewalt handeln konntest.
Ich stell mir vor, dass Du damit auch das nachgeholt hast, was Du als Kind nicht konntest und es Dir eine Menge Kraft gegeben hat !?
🩷
Ich danke dir für deinen Kommentar und ja du hast recht, damit habe ich es für mich aufgelöst. Trauma inszeniert sich solang, in verschiedenen Formen, bis es gelöst/gesehen wird.
Ich freue mich, dass Du als Erwachsene im Moment der Gewalt handeln konntest.
Ich stell mir vor, dass Du damit auch das nachgeholt hast, was Du als Kind nicht konntest und es Dir eine Menge Kraft gegeben hat !?
Danke für die so wertvolle Aufklärung und den persönlichen Blick auf die narzistische Struktur. Ich finde mich in dem was du, Denise schilderst fast eins zu eins wieder. Ich bin ganz in deiner Nähe aufgewachsen 😉 bin schon über die 60.
Auch mich haben meine Oma und Uroma auf eine Art gerettet vor der cholerischen Art und Gewalt des Vaters. Dort wurden wir wenigstens mal gesehen, mein Bruder und ich.
Es ist so tief verwirrend wenn man als Tochter einerseits nach außen „präsentiert“ wird und der Vater damit Lorbeeren sammelt und sich darstellt. Andererseits aber so was von klein gehalten und auch ausgebeutet wird und ich schwer und viel körperlich arbeiten musste. Die Anpassung hat mich meine Freiheit und meine Lebensfreude gekostet. Klar bin ich heute erwachsen und kann gestalten. Doch dafür braucht es auch genug Energie und die bricht immer wieder mal ein, so dass es auch somatisierte Schmerzen gibt und ich mich sehr einsam fühle.
Mein Bruder mit 50 J. gestorben, Mutter an Demenz gestorben. Das krasse ist, das der narz. geprägte Vater immer alles bekommt was erhaben will. Mir dagegen ist es seit 20J. bis heute nicht gelungen mein Leben komplett zu drehen und z.B. in einer gute Beziehung zu sein. Aufgeben ist keine Option!
Danke für deine Offenheit, liebe Lina! ❤️🩹
Ich wünsche dir von Herzen weiterhin viel Kraft und die Annahme dessen, dass sie zeitweilig aus geht.
Schön, dass du hier dabei bist!
Danke fürs mitteilen liebe Lina, ich wünsche dir Kraft und Mut weiter deinen Weg zu gehen.
DANKE Danke Danke und alles erdenklich Gute für euch und eure Kinder.
Allein eure Stimmen zu hören hat so unendlich gut getan.
🙏💕 Danke für deine Rückmeldung, liebe Silvia!
Liebe Denise, danke für Deine Offenheit!
Alles Liebe für Dich und Deine Tochter!
💛Auch wenn ich nicht Denise bin, mag ich dir ebenso alles Liebe wünschen!
Danke !
Lieben Dank Irene, auch für dich alles Gute
Vielen lieben Dank für die offenen Worte, ich weiss aus eigener Erfahrung wie schwer und anstrengend es ist über dieses Thema offen zu sprechen.
Ich bin immer wieder erstaunt was Prägungen mit der menschlichen Psyche anrichten. Ich finde in deiner Geschichte grosse Parallelen zu meiner nur das es meine Mutter ist die narzistisch in der Beziehung ist.
Liebe Sandra,
danke für das Teilen! Ich bin ebenso dankbar, dass Denise ihre Geschichte erzählt und es freut mich, wenn du etwas für dich mitnehmen kannst! 🙂
Du sprachst von einem Telegram Kanal, dafür hätte ich gern den Link.
Danke Uta
Gerne: https://t.me/gegenmissbrauchkongress
Hallo liebe Katharina und vielen Dank für diesen Kongress. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen und bin so froh darüber.
Ich war mit einem Narzisten und Vater meiner Kinder 20 Jahre zusammen. Ich hab das gar nicht so geschnallt bis es immer mehr eskalierte. Ich wollte weg, aber inzwischen hatte er die Kinder auf seine Seite gebracht und so manipuliert, dass sie nicht mit mir mit gehen wollten und so bin ich geblieben.
Mit dem Abstand von inzwischen 5 Jahren kann ich sehen und analysieren und langsam auch heilen. Der kalte Entzug ist sehr wichtig und mit keiner Silbe jemals wieder diesen Mann füttern. Das hat bei mir aber auch gedauert. Hinzu kommt die Tatsache, dass er meine Tochter sexuell missbraucht hat, was ich nicht gesehen habe, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war. Da kommen natürlich Schuldgefühle hoch, aber es ist geschehen. Meine Tochter hat es mir nicht erzählt, ich weiss es von meinem Sohn, der einige der sexuellen Übergriffe miterlebt hat. Meine Tochter ist echt krank und heute kann ich alles sehen, aber sie will noch nicht darüber sprechen. Auch um den Rest der Familie zu schützen wie sie sagt. Es gibt da noch 2 ältere Brüder, seine Söhne die mit uns zusammen aufgewachsen sind.
Ich wünsche mir so sehr Heilung für uns ALLE
In Dankbarkeit Uta
Liebe Uta,
ich sende dir Mitgefühl. Danke, dass du dich mitteilst, das ist sehr gut!
Ich wünsche mir auch Heilung für uns ALLE und schicke dir viel Kraft, Katharina
So wertvoll…!!Herzlichen Dank, hat mich tief berührt!!
Alles Gute!
Sehr gerne, liebe Silvia!
So gut, dass Ihr darüber sprecht! Viele finden sich hier wieder.
👍👍