Interview mit Dami Charf

Warum Entspannung so schwer wird nach Missbrauch und was Trauma wirklich mit uns macht

Im Gespräch mit Dami Charf sprechen wir über die tiefe körperliche und seelische Wirkung von Trauma: über permanente Anspannung, Kontrollmuster, Überforderung und die Schwierigkeit, sich überhaupt sicher und lebendig zu fühlen. Dami erklärt eindrücklich, warum der Körper nach Missbrauch oft in Alarmbereitschaft bleibt, weshalb Kontrolle nur scheinbare Sicherheit gibt und warum Heilung nicht durch Selbstoptimierung, sondern durch ehrliche Begegnung mit Schmerz, Ohnmacht und Trauer entsteht. Es ist ein direktes, kluges und sehr entlastendes Gespräch über Verantwortung, Grenzen, Selbstvergebung und die Möglichkeit, sich das eigene Leben Stück für Stück zurückzuholen.

Dieses Video ist hier nur vom 04.04.26 18:00 Uhr bis 05.04.26 18:00 Uhr zu sehen.

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Dami Charf, Betroffene, Trauma-Aktivistin, Trauma-Expertin & Autorin

Dami Charf, Jg 1964, ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin BA, HP Psychotherapie, Trauma-Aktivistin und zweifache Spiegel-Bestsellerautorin.

Sie hat mit ihrer Arbeit maßgeblich das Thema Entwicklungstrauma in Deutschland bekannt gemacht.

Sie steht mit Herz und Seele für das Thema Verbundenheit. Trauma ist für sie das Gegenteil von Verbundenheit und Lebendigkeit.

Trauma trennt uns von uns selbst, unserem Körper, anderen Menschen und der Erde auf der wir leben.

Dami Charf arbeitet seit 25 Jahren körperpsychotherapeutisch und hat inzwischen ihre eigene bindungs- und haltungsorientierte Methode „SEI® – Somatische Emotionale Integration®“ entwickelt. Sie lebt und arbeitet in Göttingen und stellt ihr Wissen im Internet, Onlinekursen oder in Seminaren vielen Menschen zur Verfügung.

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38 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • DANKE Dami & Katharina!!
    Sehr, sehr aufschlussreich – es geht nämlich (auch) um die (sexuelle) ENERGIE, die in einem familiären Umfeld auf einen gerichtet ist, auch wenn es zu keinem direkten körperlichen Übergriff kommt. Das kann ebenfalls sehr lebensbeeinträchtigend sein.

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  • Liebe Dami!
    Ich schätze Deine Arbeit, Deine Sichtweise auf die Dinge und besonders wie Du mit Menschen umgehst so so sehr!!!!!! :-)))))
    Und ich bin bestimmt niemand der irgend ein schräges, gewaltvolles, mißbräuchliches Verhalten in irgendeiner Weise entschuldigt!!!!
    Im Gegenteil, wie oft fragte ich mich schon – mit vehementem Kopfschütteln, wie kann bzw konnte(n) ein Mensch z.b. meine Eltern sich so verhalten…..ich verstehe es einfach nicht!
    Aber wozu ich meine Fragezeichen habe ist folgendes:
    Kann ein Erwachsener Mensch- der mit großer Sicheheit auch mal Opfer war und in einer Kriegs/ Nachkriegszeit aufgewachsen ist bzw „erwachsen“ wurde, also in einer Zeit in der Selbsterfahrung/Erforschung, Therapie etc noch nicht wirklich vorhanden war, wirklich automatisch frei entscheiden, dass er seine Täterschaft erkennt , sein schädliches verhalten einsieht – dieses zutiefst bedauert, wie Du und ich es täten und dies mit der/dem Betroffenen teilt???
    Ich habe da große Zweifel- auch wenn ich selbst so oft schon dachte- verdammt nochmal, warum können diese Menschen sich nicht einfach mal entschuldigen bzw ihr Bedauern fühlbar zeigen???
    Und ich habe das auch schon mit gleichaltrigen Menschen erlebt, die sogar auch auf einem gewissen Weg zu sich selbst sind- um das mal so zu formulieren! Nicht mal die schafften es!!!
    Was aber für mich nicht heißt, dass sie nicht verantwortlich sind!
    Aber ich glaube mittlerweile sie können aus eigener Verletzung und erlangter Überlebensstartegie diese Einsicht und das Bedauern nicht zu lassen, weil sie vermutlich so eine große Angst haben dies zu fühlen nicht „zu überleben!
    Ich sehe bzw empfinde dass so, weil ich auch schon in meiner Selbsterforschung an Punkte kam wo ich an eine Grenze stieß wo in mir plötzlich auftauchte- wenn ich das zulasse, überlebe ich das nicht!
    Einmal war das z.B. als ich während einer Atem Session meine Geburt plötzlich wieder erinnerte!

    Anscheinend hat da nicht jeder die gleichen Voraussetzungen mitbekommen- vielleicht ist auch das ein Stück „Biologie“ oder Genetik oder was auch immer!?

    Diese Gedanken kamen mir an der Stelle als Du sagtest, dass wenn Du jemanden einerein gehauen hättest , Du irgendwann Deiner Verhalten refektiert hättest und dem jenigen Dein Bedauern ausgedrückt hättest.
    So zumindest habe ich Dich verstanden.
    Ich glaube wir alle die das können bzw uns erarbeitet haben oder wie auch immer , dürfen dankbar sein, dass es uns zumindest manchmal , oft oder vielleicht (fast) immer geligt :-)))
    Ich sehe das mittlerweile als eine Art Gnade an- wo auch immer diese herkommt 😉
    Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich ist worum es mir geht !?!

    Und nun höre ich weiter 😉

    Und herzlichen Dank für Eure Offenheit und dass Ihr diesen Kongress ermöglicht!!!
    Thom

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    • Katharina Nawka
      5. April 2026 20:00

      Hallo Thom,
      ich bin nicht sicher, ob Dami hier mit liest. Wenn du sichergehen möchtest, schreibe ihr bitte über ihre Webseite 🙂
      Alles Liebe, Katharina

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      • Ah okay, lieben Dank dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast !!!

        Nochmals herzlichen Dank an Dich und Dein Team liebe Katharina 🙂

        Lieben Gruß
        Thom

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        Antworten
        • Katharina Nawka
          5. April 2026 21:53

          Sehr gerne, lieber Thom!
          Ich habe zwar kein Team, nehme den Dank aber gerne an 😁
          Hab einen schönen Abend!

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  • Liebe Katharina, liebe Dami,
    mit tut es gerade sehr gut, dass auch die esoterische Schuldumkehr angesprochen wurde.
    Da ich ein, ich nenne es mal, spiritueller Mensch bin, habe ich genau diese Argumente sehr früh zu hören bekommen, ca. ab 17/18.

    Ich sei diejenige, die Täter anzieht.
    Ich hätte etwas aus meinem früheren Leben als karmische Aufgabe mitgebracht und wäre daher in eine gewalttätige Familie geboren worden. Meine Aufgabe sei es, meine eigenen Verbrechen aus vorherigen Leben zu sühnen. Meine Familie sei nur dazu da, damit ich mich meine Schuld abarbeite, denn nur so könnte ich erkennen, was ich anderen einmal angetan hätte.
    Da ich mich als das Opfer meiner Familie deffiniere, würde ich im Erwachsenenalter immer noch Täter in mein Leben ziehen. Durch meine Aura wüssten diese genau, dass sie mit mir machen könnten, was sie wollten. Frauen, die nicht so wären würden schließlich Werder geschlagen, blöd angebaggert noch vergewaltigt werden. Nur wenn ich meinem Vater, meiner Familie verzeihe und sie um Vergebung bitte, dass ich ihnen die Schuld zuweise, könnte ich endlich meine Opferrolle verlassen und mein Karma beenden.
    Damals habe ich das geglaubt. Dabei habe ich mich beschissen gefühlt ohne Ende. Mich selbst töten war konstant in meinen Gedanken und keine Option, da ich mein Karma mit in mein nächstes Leben nehmen würde. Ich müsste das Karma so lange wiederholen, bis ich endlich begriffen hätte, was ich falsch gemacht habe.
    Wenn ich heute daran denke, könnte ich kotzen und schreien!

    So habe ich Jahre lang daran geglaubt die mit unendlicher Schuld Beladene zu sein. Das hat mich zusätzlich Jahre gekostet! Rausgekommen bin ich durch mühsame Kleinarbeit, über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren.
    Alice Millers „Das Drama des begabten Kindes“, „Du sollst nicht merken“ und „Am Anfang war Erziehung“ hat meine Wut und meinen Gerechtigkeitssinn angefeuert. Dafür bin ich dankbar.

    Inzwischen bin ich ganz gut darin jedwede Verantwortung für Handlungen abzulehnen, die andere begangen haben. In besonders subtilen Situationen brauche ich ab und an noch eine Weile, bis ich vollständig erkenne was versucht wurde mir unterzuschieben und dann dazu auch noch etwas sagen kann. Dann überlege ich mir, wieviel ich sage und ob überhaupt. Es kommt auf die Situation und die Person an. Das beginnt mit „Das ist dein Problem! Das liegt in deiner Verantwortung!“ oder ich verschiebe es in die Kiste mit dem Etikett „Ist mir egal“ und entferne mich von der Person. Heißt, ich lasse erst gar keinen Kontakt entstehen. Menschen, die die Verantwortung für ihr Handeln anderen aufladen wollen, lasse ich nicht mehr in mein Leben.

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    • Katharina Nawka
      5. April 2026 19:58

      Liebe Andréa,
      unfassbar, was du erlebt hast. Ekelhaft, wie manche Menschen agieren!
      Ich bin froh, dass es dir heute besser geht und du dieese Dinge für dich erkennen konntest!

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  • Wow, auch wieder ein tolles, authentisches, sehr gehaltvolles Interview. Vielen Dank für die klaren Worte, Dami und das Erläutern des Stressniveaus, das nach Gewalterfahrungen bleibt oder bleiben kann. Vielen Dank Katharina für Deine sehr gute, nahbare Moderation der Gespräche und das Zusammenbringen dieser Expert:innen. Toll!

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    Antworten
  • Am schlimmsten war für mich, nicht von meiner Mutter geschützt worden zu sein vor den sexuellen Traumatisierungen ihres Partners. Und ich bin mir sicher das sie es wusste. Meine Mutter ist nicht bereit Verantwortung zu übernehmen, geschweige denn sich zu entschuldigen. Sie wollte von mir Beweise, dass auch sie mir geschadet hat. Unfassbar! Ich habe erneut den Kontakt zu ihr abgebrochen. Wie Dami es so schön formulierte, ich kann meine Mutter lieben, brauche ihr aber nicht zu begegnen.
    Ja, dass macht noch was mit mir und will angeschaut werden und heilen.

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    Antworten
    • Katharina Nawka
      5. April 2026 12:55

      Liebe Christiane,
      ich habe Gänsehaut und Ekel zugleich. Das Verhalten deiner Mutter ist SCHEISSE! Ich hoffe, das so klar formulieren zu dürfen.
      Ich bin einfach so froh, dass du nicht einknickst und standhaft deinem Gefühl und deinem Intellekt traust!
      Ich wünsche dir ganz viel Heilung und weiterhin wertvolle Erkenntnisse 💖

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      Antworten
      • Hab herzlichen Dank für deine klaren und direkten Worte. Diese tun mir sehr gut, dass du dich nicht auf die Seite meiner Mutter schlägst, weil sie womöglich nicht anders konnte. Weil es ja eben nicht darum geht. Vielen vielen Dank für die Anerkennung!❤

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        Antworten
  • Claudia Morgenroth
    4. April 2026 23:07

    Dami – der Engel für uns. Dami hat selbst so viel erlitten, deshalb kennt sie sich so gut aus. Ein wunderbarer Mensch. Und du Katharina bringst es so schön mit deinen Gesprächspartnern in Harmonie. Danke

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  • Guten Abend,
    Email ist bestätigt, aber es kommt kein Link zum zugesagten Ratgeber. Wo bitte finde ich den?

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  • sehr gehaltvolles interview. dank an Euch beide.
    zu schmerz und leiden meine definition: schmerz ist schmerz. leiden ist widerstand gegen den schmerz.
    ich stimme Dami zu, wenn sie zwangsverzeihen ablehnt. ich würde auch nicht sagen, wie Dami es zurückweist, dass man / frau seinen vergewaltiger ins leben zieht. es bleibt jedoch die philosophische frage, warum es einem widerfährt. in berlin sagte eine „spirituelle“ therapaeutin einen bemerkenswerten satz: „täter und opfer finden sich.“ freilich bleibt der täter täter und ist zu bestrafen ! – mein tip an Dami und ihren tumor: ich sah ein interview mit dr. künlen. teil seiner arbeit ist die „aura-chirurgie“. z.b. saugte er mit einer spritze einem patienten die gallensteine heraus, mithilfe von einem anatomie-atlas als surrogat und chirurgischem besteck. nach der sitzung waren die steine natürlich noch da. aber nach 6 monaten waren sie weg.- noch zur schuld: wir haben die einheit mit gott verlassen und das sehen wir als schuld an. das ist tief in uns verankert. daher ist ein sich verzeihen gesund und indiziert. das ist aber ein tieferer bereich in uns. wir sind nicht nur körper und psyche.

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    Antworten
    • Katharina Nawka
      5. April 2026 12:46

      Lieber Manfred,
      das sind sehr interessante Aspekte, die du mit einbringst und sehr philosophische. Ich freue mich, wenn sie dir helfen 😊
      Schön, dass du hier dabei bist, alles Liebe, Katharina 🌷

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      Antworten
  • Dieses Interview hat mich tief bewegt – ich musste weinen und lachen zugleich. Die Klarheit rund um Schuld, Verantwortung und Trauma hat mich sehr getroffen und mir gleichzeitig etwas Wichtiges gegeben. Danke für den Mut, diese Themen so ehrlich auszusprechen. Und auch ein großes Dankeschön an Katharina für die einfühlsame, lebendige Begleitung. Dieses Gespräch war für mich unglaublich wertvoll und heilsam. Zu erkennen, dass ich nie schuld war – weder am Übergriff noch an Gewalt oder fehlender Unterstützung – hat mir viel Scham genommen. Es war für mich jetzt auch der ausschlaggebende Punkt, mich finanziell zu beteiligen und das Kongresspaket zu kaufen. Danke 🙂

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    Antworten
    • Katharina Nawka
      4. April 2026 21:46

      Das lese ich mit vollster Freude, liebe Andrea. Ich bin glücklich darüber, dass du so viel für dich mitnehmen kannst – Einfach so, so schön 💓
      Und natürlich ganz herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung 🙏

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      Antworten
  • Danke für den „Eso-Bullshit“ zu Schuld und Zwangsverzeihen. Und für die vielen wertvollen Infos. Ich schicke euch einen herzlichen Gruß

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  • Judith Julia Hahn
    4. April 2026 19:15

    „Wie weise ich im Sinne des Überlebens gehandelt habe….!“ ❤️🙏 Danke Dami & Danke Katharina ✨️.

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    Antworten
  • Allergrössten Dank liebe Katharina und liebe Dami für dieses wundervolles Interview.

    Das war für mich so so wundervoll. Zwar traurig weil gewisses eben wirklich einfach „niemand“ weggnimmt, aber auch so echt, weil es Menschen gibt wie dich Dami die diesen Weg weitergehen.

    Herzensdank,für mich/ uns persönlich, eines der schönsten und wichtigsten berührendsten Interview bisher in diesem Kongress.

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    Antworten
  • Liebe Dami,
    vor wenigen Stunden ist meine Mutter gestorben, zu der ich zuletzt nur noch sehr sehr selten kurz Kontakt hatte – und auch die haben mir nicht gutgetan. Du hast mich mit deinen Worten im Interview gerade jetzt so enorm bestärkt, mir meiner selbst sicher zu sein, dass nicht ich der Fehler im System war, dass ich nein sagen darf und muss zu Demütigungen, Verrat und verdeckten Manipulationen, dass ich sie dafür nicht auch noch ehren muss …
    Danke Danke Danke auch an dich, liebe Katharina! Dieses Interview ist ein Riesen-Geschenk für mich, ich nehme es in großer Dankbarkeit an und ich weiß aus Erfahrung, dass aus jedem Geschenk für mich Geschenke für andere Betroffene erwachsen, die ich mit meiner Arbeit begleiten darf.
    Herzliche Grüße an alle hier

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    Antworten
    • Katharina Nawka
      15. Oktober 2024 10:16

      Liebe Monika,
      ich weiß gar nicht recht, was ich schreiben soll. Magst du mein Mitgefühl, mein Beileid zum Tod deiner Mutter, meine Anteilnahme daran, dass ihr offensichtlich ein schwieriges Verhältnis hattet? Bitte fühl dich gesehen, was auch immer dir gerade gut tun würde zu lesen.
      Ja, diese verkappte Loyalität zu den Eltern kann einen wirklich fertig machen und auch ich danke Dami für ihre Klarheit!
      Alles Liebe für dich und viel Kraft, Katharina

      0
      Antworten
      • Liebe Katharina,
        nein, es geht mir nicht um Mitgefühl oder Anteilnahme an unserem schwierigen Verhältnis, sondern um mein öffentlich ausgesprochenes Statement, mir meiner selbst sicher zu sein, das ich mir so bisher nicht erlaubt habe. Tabus zu brechen, öffentlich zu machen, was immer hinter schönen Fassaden hätte versteckt bleiben sollen. Denn die meisten Menschen sehen nur eine liebenswürdige Maske, kaum jemand sieht das „Dahinter“, das mich – aber nicht nur mich, sondern jeden, wenn es ihr nützlich war – gezielt ausgespielt und verraten hat. Diese Art des Missbrauchs ist so „normal“, „man redet da nicht drüber“, und die entstandenen Wunden werden von niemand im außen gesehen – wie auch, wenn der Mantel des Schweigens da drüber belassen wird. Damis Worte machen ganz herzerfrischend Schluss mit dem Schweigen der Opferlämmer. Meine Erfahrung: Erlaube ich mir, das Schweigen zu brechen, erlauben es sich auch andere Menschen.
        Mitgefühl zu bekommen, ist sicher wichtig, aber letztlich führt nur der Mut, sich selbst zu verändern, aus dem Opfer-Kerker heraus. Nichts, was geschehen ist, kann geändert werden, aber ich selbst kann ändern, wie ich mit dem Geschehenen umgehe und was ich daraus mache.
        Ich wünsche allen hier heilsame Impulse, wie ich sie von Damis Worten erfahren durfte.
        Liebe Grüße, Monika

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        Antworten
  • Liebe Dami,
    vielen Dank für deine offene und klare Antwort auf Trauma. Ich hatte das Geschenk, dein erstes Buch direkt nach der Veröffentlichung als Leihgabe meiner Therapeutin zu lesen. Seitdem folge ich deinen Beiträgen.
    Das hilft mir sehr noch achtsamer und empathischer mit meinen eigenen Klienten als traumaachtsamer Life-Coach zu arbeiten.
    Herzlichen Dank für dieses wertvolle Interview auch an dich liebe Katharina

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    Antworten
  • Ich habe mich heute sehr viel erkannt. Mir ist bewusst geworden wie weit ich schon gekommen bin. Auch von außen wird mir das gespiegelt. Und doch habe ich das Schwerste noch vor mir. Aber mit jedem Stück habe ich den Glauben daran die Tiefe als schwere Vergangenheit zu erleben. Denn sie wird nie vergehen. Doch mein Leben geht nach vorn.

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    Antworten
  • Dami,wie man dich kennt, authentisch, natürlich, kompetent. Obwohl ich so viel von dir regelmässig lese und anschaue und höre, ist es immer wieder spannend und interessant, weil es jedes Mal noch ein paar andere Fassetten beleuchtet👌Danke euch beiden

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    Antworten
  • Liebe Dami….ja,was hat das mit mir zu tun?
    Ich dachte viele Jahre,mein Papa hätte etwas sehr Schlimmes mit mir gemacht,bis mir ein Therapeut einmal sagte….ja,hat er auch,er war nie da.Jahre später wurde ich öffentlich auf dem Weg zur Arbeit im Bahnhof vergewaltigt.Was hat das mit mir zu tun????
    Ich denke,meine jahrelange Überzeugung und das Denken über meinen Vater (Alkoholiker)hat diese Tat begünstigt,da ich in meinem Energiefeld noch diese Ausstrahlung hatte,die ihn anzog.So ist meine Erklärung heute,über 40Jahre nach der Tat.Der Täter (alkoholisiert)erhielt 5Jahre mit anschließender Sicherungsverwahrung.

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    Antworten
    • Katharina Nawka
      14. Oktober 2024 17:38

      Liebe Meike,
      es tut mir leid, was du erleben musstest! Nicht zu fassen!
      Ich wünsche dir alles, alles Gute und schicke herzliche Grüße, Katharina

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